Der Kalvarienberg

Kalvarienberg

Einer der schönsten Aussichtsplätze rund um Hopfen am See, mit traumhaften Ausblicken auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Gegend ist der Kalvarienberg in Füssen. Der im 19. Jahrhundert entstandene Kalvarienberg liegt gegenüber der Füssener Altstadt auf der rechten Seite des Lechs und vereint auf besondere Weise Religion, Landschaft und Kunst.

Ein Kalvarienberg (Stationsberg) ist eine sakrale Bauanlage, welche den Leidensweg Christi in der Art eines Pilgerwegs darstellt. Die Passion Christi wird auf dem Kalvarienberg in Füssen in Form von zahlreichen Stationskapellen dargestellt, die allesamt überaus sehenswert sind. Zahlreiche Künstler, die auch bei der Renovierung des Schloss Hohenschwangau mitwirkten, arbeiteten bei der Gestaltung der Kapellen auf dem Kalvarienberg mit. Besonders eindrucksvoll ist die Marienkapelle, die sich auf halber Höhe des Berges befindet und die eine überlebensgroße Maria-Statue enthält. Am Wegesrand den Kalvarienberg hinauf steht ein Sandsteinpfeiler, der an den ehemaligen Füssener Stadtpfarrer Johann Baptist Graf erinnert, der als Initiator des Füssener Kalvarienbergs gilt. Der beliebte bayerische Märchenkönig Ludwig II., der Schöpfer von Schloss Neuschwanstein, beging den Kalvarienberg früher häufig und nahm des Öfteren an den Karfreitagsprozessionen auf dem Berg teil. Vom Gipfel des Berges lässt sich eine Traumaussicht auf die Stadt Füssen mit dem Hohen Schloss und dem Kloster St. Mang, die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, die Berge der Region sowie den wunderschönen Hopfensee genießen. Nachfolgend stellen wir Ihnen eine leichte, etwa 4 Kilometer lange Wanderung vor, die von der romantischen Altstadt Füssens auf den Kalvarienberg führt, und auf der man an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbeikommt.

Diese wunderschöne Aussichtstour über den Kalvarienberg startet an der Touristinformation in Füssen, die sich von Hopfen am See aus schnell erreichen lässt. Durch die romantische Altstadt Füssens, die mit ihren engen verwinkelten Gassen,  zahlreichen alten Häusern und Kirchen, schnuckeligen Läden sowie gemütlichen Cafés und Restaurants ein ganz besonderes Flair ausstrahlt, wandert man mit Blick auf das Hohe Schloss, das auf einem Hügel über der Altstadt thront, zum Benedektinerkloster St. Mang an der Lechhalde. Die im 9. Jahrhundert entstandene, barocke Klosteranlage ist überaus sehenswert und beherbergt heute das Museum der Stadt Füssen, das viele interessante Ausstellungen anbietet. Danach geht es weiter am Ufer des Lechs entlang, an der farbenprächtig bemalten Heilig-Geist-Spitalkirche vorbei, in das schöne Bad Faulenbach. Dieser Füssener Ortsteil ist so etwas wie der natürliche Kurpark der Stadt. Hier herrscht Naturidylle pur und grün ist die dominante Farbe. Wie Perlen an einer Schnur reihen sich in diesem landschaftlichen Kleinod sechs malerische Seen aneinander. Auch der Lechfall befindet sich hier, der ein imposantes Naturspektakel darstellt. Bis zu 12 Meter stürzen sich die Wassermassen in die Tiefe, bevor sie in die Lechschlucht eintreten, welche das Schmelzwasser des Lechgletschers in der Würmeiszeit formte. Beste Sicht auf dieses Naturschauspiel hat man vom König-Max-Steg aus, der über den Wasserfall führt. Sehenswert am Lechfall sind außerdem eine Büste von König Maximilian II., die sich einer Nische in der Felswand befindet und der sogenannte „Magnustritt“, eine versteinerte Muschell,bei der es sich der Legende nach um einen Fußabdruck des heiligen Magnus handeln soll.  Danach geht es dann durch ein malerisches Wäldchen auf den Kalvarienberg hinauf. Unterwegs kommt man an Denkmälern und den neugotisch renovierten Stationskapellen vorbei, welche den Leidensweg Christi dokumentieren. Sehr sehenswert ist auch eine Ölberggrotte, die im Jahre 1852 entstand. Auf dem Kalvarienberg stehen drei Gipfelkreuze, die hier zwischen 1837 und 1842 errichtet worden sind. Vom Dach der Gipfelkapelle aus kann man sich an einem wunderschönen und unvergesslichen Ausblick erfreuen. Man erblickt die drei Schlösser der Gegend, die umliegenden Berge und Seen sowie die Dächer der Füssener Häuser. Die Kapelle auf dem Kalvarienberg wurde übrigens so errichtet, dass sie im beleuchteten Zustand vom Schloss Hohenschwangau gut sichtbar ist. König Maximilian II., der das romantische Wohnschloss in dem die königliche Familie weite Teile des Jahres verbrachte, errichten ließ, war zusammen mit seiner Gattin Marie ein großzügiger Förderer bei der Entstehung des Kalvarienbergs. Auch ihr Sohn Ludwig II. mochte diesen Stationsberg sehr und beging ihn häufig. Viele bekannte Persönlichkeiten besuchten den Füssener Kalvarienberg und beteten hier, unter anderem Erzherzog Rainer Joseph von Österreich und der deutsche Kardinal Joseph Höffner. Auf dem Rückweg dieser Tour auf den schönen Füssener Kalvarienberg empfiehlt sich eine Einkehr in den gemütlichen Cafés und Restaurants in der Altstadt, deren reges Treiben hier und da eine wunderschöne italienische Piazza erinnert. Dort bekommt man Allgäuer Leckereien sowie nationale und internationale Spezialitäten angeboten, kann in Ruhe verweilen und sich nach der aussichtsreichen Wanderung auf den Kalvarienberg erholen.

Der Füssener Kalvarienberg ist wirklich ein sehr reizvolles Ausflugsziel, das man bei einem Aufenthalt in Hopfen am See nicht auslassen sollte. Hier erwartet einen nicht nur eine Traumaussicht auf die Region mit ihren landschaftlichen und architektonischen Sehenswürdigkeiten, sondern auch viel Geschichte, Religion und Kultur.

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