Die Mariengrotte unterhalb der Burgruine Falkenstein

Koessel Grotte 2015

Die herrliche Mariengrotte befindet sich unterhalb von Deutschlands höchstgelegener Burgruine auf dem Falkenstein bei Pfronten. Bei einem Ausflug auf diesen Berg, der sich auch für weniger geübte Wanderer und Familien gut eignet, kann man also gleich 2 bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten kennenlernen und sich darüber hinaus auf einen atemberaubenden Gipfelblick freuen.

Ein Ausflug auf den Falkenstein bei Pfronten verspricht Allgäu-Urlaubern jede Menge Spaß und abwechslungsreiche Ferienimpressionen. Der Falkenstein lässt sich auf mehreren Wege erklimmen, beispielsweise über den König-Ludwig-Weg und den Maximiliansweg aus Pfronten, oder auch von Roßmoss oder Meilingen aus. Eine reizvolle Tour auf den Falkenstein ist auch von der Zirmenbrücke an der Breitenbergbahn in Pfronten Steinach möglich. Von hier aus wandert man rund eine Stunde bis zur Mariengrotte und eine weitere halbe Stunde bis zum Gipfel und der Burgruine. Mit ein bisschen Kondition eignet sich eine Tour auf den Falkenstein auch für Familien und ungeübte Bergwanderer.

Die mit Liebe und Hingabe dekorierte Mariengrotte liegt, umgeben von einer stillen Berglandschaft, unter der senkrechten Südwand des Falkensteins. Sie wurde mit 2 überlebensgroßen Statuen ausgestattet, die vom Pfrontner Bildhauer Theodor Haf gefertigt wurden und die Gottesmutter Maria sowie die heilige Bernadette darstellen. Bemerkenswert ist die Geschichte der Lourdesgrotte am Falkenstein: Eine Frau aus Pfronten träumte im 19. Jahrhundert von einer besonderen Grotte auf dem Berg. Sie berichtete daraufhin dem örtlichen Pfarrer von ihrem Traum und bei einer Erkundung des Berges wurde jene Grotte dann tatsächlich entdeckt. Im Jahre 1889 schmückte man sie als Lourdesgrotte aus und heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel. Sie lädt dazu ein, einmal zur Ruhe zu kommen und sich seiner selbst und all denjenigen zu besinnen, denen es schlechter geht.

Nach einem weiteren Aufstieg von etwa einer halben Stunde erreichen die Ausflügler den Gipfel des 1268 Meter hohen Falkensteins, auf dem die Burgruine thront. Deutschlands höchstgelegene Burganlage zählt zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten des Allgäus und sollte auf jeden Fall bei einem Urlaub in der Region besichtigt werden. Sie entstand um das Jahr 1280 herum im Auftrag des Tiroler Grafen Meinhard II., der sie als unübersehbares Machtsymbol errichten ließ. Er wollte damit vor allem die bayerischen Herzöge beeindrucken, mit denen er zu jener Zeit um das Staufererbe stritt. Nachdem die Burg in den folgenden Jahrhunderten im Besitz des Hochstifts Augsburg war, wurde sie während des Dreißigjährigen Krieges geräumt und in Brand gesetzt. Die Tiroler Regierung hoffte so zu verhindern, dass die Burg dem vorrückenden schwedisch-protestantischen Heer intakt in die Hände fiel. Da die Feinde dann aber gar nicht in die Gegend kamen, war die Zerstörung letztlich sinnlos. König Ludwig II. von Bayern gefiel die exponierte Höhenlage der Ruine so sehr, dass er sie 1883 kurzerhand kaufte, um an ihrer Stelle ein Prachtschloss in der Art Neuschwansteins errichten zu lassen. Die Pläne für das Bauvorhaben waren bereits fertig, als der König 1886 überraschend ums Leben kam. Damit blieb der Traum eines märchenhaften Schlosses auf dem Falkenstein eine Illusion.

Eine bei einer Sanierungsmaßnahme nach der Jahrtausendwende entstandene hölzerne Aussichtsplattform im Burginneren ermöglicht einen grandiosen Weitblick über das Ostallgäu. Man schaut von hier auf das Vilstal, die Gemeinde Pfronten und die prächtigen Tannheimer Berge. Bei guter Sicht lässt sich sogar in der Ferne das Märchenschloss Neuschwanstein bei Füssen erkennen.

Der Ausflug auf den Falkenstein zur Mariengrotte und Burgruine verspricht tolle und abwechslungsreiche Urlaubsimpressionen, an die man noch lange gerne zurückdenkt. Diese Tour ist eine schöne Unternehmung, die sich lohnt!

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